Amphorenweine aus Istrien

Zurück zu den Ursprüngen der Weinkultur. Das bieten uns Weine, die in der großen Tonamphore ausgebaut werden. Neue Geschmackswelten eröffnen die Malvazija und Teran Amfora von Kabola in Istrien.

Die professionelle Weinproduktion ist gut 7.000 Jahre alt. Und die Methode dieser Zeit ist der Ausbau in der Tonamphore, die ihren Ursprung in Georgien hat. Vor rund 5.000 Jahren verbreitete sich diese Methode der Weinbereitung vom Kaukasus aus über die ganze Welt. Anfang der 2000er, besann man sich wieder dieser Art des Weinmachens, um nicht alltägliche Genusserlebnisse zu ermöglichen.

Auch in Kroatien gibt es Produzenten, die kleine Mengen von Weinen aus bevorzugten Lagen in der Amphore ausbauen. Tomac aus Jastrebarsko bei Zagreb ist so einer, und Kabola aus Momjan in Istrien, deren Amphorenweine aus Malvazija und Teran bei Jadrovino verfügbar sind. Das Weingut, das seit 2008 Bioweine produziert, stellte vor kurzem die 2015er Jahrgänge des Malvazija und des Teran vor.    

Weinbereitung in der Amphore

In der Regel haben die Amphoren, gerne auch Kvervri genannt, eine Kapazität von 1.000 bis 1.500 Liter. Die Wände der Amphoren sind aber so dünn, dass sie nach der Befüllung platzen würden. Deshalb werden Kvevris im Boden eingegraben, was auch für die richtige Temperatur und den Luftabschluss sorgt.

Maische und Most werden zusammen in die Amphore eingefüllt. Die Gärung setzt dann auch gleich mit Temperaturen von 20-28° ein. Mehrmals täglich muss der Trester, der sich an der Oberfläche absetzt wieder untergerührt werden. Erst wenn die Gärung abgeschlossen ist, werden die Amphoren zur Reifung des Weins verschlossen. Nur ein Rohr sorgt dann noch dafür, dass das entstehende Kohlendioxid entweichen kann.   

Die Wände vom Kvevri sind durchlässig für Luft und Wasser. Die größeren Poren müssen von innen mit Bienenwachs verschlossen werden. Kleinste Poren dagegen bleiben aber offen, um den Wein atmen zu lassen.

Traditionelle Orange-Weine polarisieren

Resultat dieser Art der Weinproduktion sind herb-würzige Weine leuchtend-gelber Farbe mit rötlichen Reflexen. Durch den langen Kontakt mit der Beerenhaut ist ein Orange-Weine nicht nur farbintensiver, sondern besitzt auch mehr Tannine als ein klassischer Weißwein. Das verleiht dem Wein eine kräftige Struktur und bietet Rückhalt für die ausgeprägte Würzigkeit sowie typische Aromen von Trockenfrüchten, Sherry, Nüssen und Salz. Der Ausbau in der Amphore kommt noch ein nussig-herber Ton hinzu. Der Sortentypische Charakter der Wein tritt aber dabei in den Hintergrund.

Orange-Weine werden geliebt oder eben nicht. Viele Konsumenten werden sich von der Charakteristik dieser Weine abschrecken lassen. Weinenthusiasten faszinieren aber die neuen (alten) Geschmacksfacetten dieser ausgewöhnlichen Weine.

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